Omas Ribiselkuchen mit Baiserhaube {Ich bin zurück aus meiner Blogger-Sommerpause! ♥}

Hallihallo, ihr Lieben! ♥ Endlich bin ich wieder da! Vielleicht ist euch schon aufgefallen, dass ich seit Ewigkeiten (1 Monat!) nichts mehr gebloggt habe. Das war eigentlich gar nicht so geplant, aber ist einfach so passiert, weil sich der Blog irgendwie nicht mehr ausgegangen ist. Und mir ehrlich gesagt etwas die Motivation gefehlt hat, obwohl ich doch sonst so gerne backe und blogge. Aber ich denke, das ist normal. Auch das, was man liebend gerne tut, freut einen manchmal nicht mehr. Und dann sollte man sich auch nicht dazu zwingen, sondern es einfach Mal sein lassen. Darum habe ich mich im letzten Monat auf andere Dinge konzentriert – Meinen Ferialjob, meine VWA (Das ist so eine Art Mini-Diplomarbeit, die wir für die Schule schreiben müssen. Aber an der hab ich jetzt eh nicht sooo viel geschafft, da liegt noch eine Menge vor mir…), das Reiten, eine Woche in Deutschland mit meiner besten Freundin (Hach diese Auszeit von allem hat so gut getan! 🙂 ), ein paar Tage Urlaub am Meer in Südschweden und nun erst Mal das Ankommen in unserem Schwedenhaus. 😉

Das ist eh eine Menge gewesen und ich habe es wirklich Mal genossen, dabei nicht an den Blog zu denken und den auch Mal sausen zu lassen. Dafür konnte ich meine Energiereserven wieder voll auftanken und strotze nun vor Motivation und neuer Ideen für den Blog! ♥ Und mein erster Blick auf die Blogstatistiken hat sich als gar nicht so schlimm erwiesen wie erwartet! Ich hätte nämlich gedacht, dass so ziemlich keiner mehr hier vorbeischaut, wenn ich so lange nichts von mir hören lasse, aber falsch gedacht – offenbar habt ihr doch noch Hoffnung, dass ich Mal wieder ein Lebenszeichen von mir gebe. 🙂

Und als „Dankeschön“ für euer Durchhaltevermögen habe ich heute endlich Mal wieder einen ganz, ganz leckeren Kuchen im Gepäck. (Haha, wie passend zum Urlaub! 🙂 ) In Schweden werden die Ribisel (=rote Johannisbeeren für alle Nicht-Österreicher unter euch 😉 ) nämlich gerade erst reif. Das habe ich als absoluter Ribiselfan natürlich gleich ausgenutzt und mich durch das Gebüsch zu den Sträuchern hinter unserem Häuschen vorgewagt. Nennt mich ab jetzt Dschungel-Queen, ich nehm`s mit allem auf – mit einem Meter hohem Gras, Brennnesseln und sogar Riesen-Bärenklau! (Der übrigens nicht zu unterschätzen ist, wurde nicht umsonst 2008 zur Giftpflanze des Jahres ernannt!)

Todesmutig habe ich uns also die schönsten Ribisel gesichert und für meinen zukünftigen Ribiselkuchen gleich ganz hinten im Kühlschrank verstaut, damit sie mir niemand weg isst. (Ok, mein kleinster kleiner Bruder hat auch noch was abbekommen, ich bin ja Mal nicht so! 🙂 Der freut sich total und nascht die (zügig!) weg. ♥)

Die übrigen Früchtchen sind dann aber wirklich in meinem Kuchen gelandet und dieser dann vor meiner Kameralinse. Hier in Schweden macht mir das Fotografieren aber auch doppelt so viel Spaß, weil es sooo viele schöne Utensilien dazu gibt. Das Haus ist quasi der Foodblogger-Heaven! (Erinnert ihr euch noch an die schönen Fotos vom letzten Jahr? Die Blaubeergalette ist immer noch eines der beliebtesten Beiträge am Blog. 😉 Aber auch die Blaubeermuffins waren sooo lecker und der Kuhflecken-Kuchen, nicht zu vergessen!)

Das ein oder andere Blaubeer-Rezept folgt in nächster Zeit sicher noch, die wachsen hier ja im Wald um die Ecke zahlreich. ♥ Genauso wie schwarze Ribisel, die ich auch noch unbedingt verarbeiten möchte, bevor sie von den Vögeln vernascht werden! Ganz schön viel zu tun, wie ihr seht, aber ich genieße es und plane schon meine nächsten Rezepte. Wie gesagt, ich bin jetzt voller Motivation für den Blog! 😉

Erst Mal bekommt ihr aber gleich das Rezept für den Ribiselkuchen – meinen Lieblingskuchen von der Oma! Den habe ich schon als Kind immer am liebsten bei ihr gegessen und ganz oft wenn wir zu Besuch gekommen sind hat sie den extra vorbereitet oder mit mir zusammen gebacken. ♥ Das sind schöne Kindheitserinnerungen – Ribisel naschen durfte ich auch immer und die Sträucher in Omas Gemüsegarten waren voll davon! (Da hatten wir ja selber noch keinen Garten, drum war das immer ganz was Besonderes! 😉 )

Weil ich immer an solche schönen Oma-Besuchs-Tage denken muss und den Kuchen immer noch total gerne esse, habe ich mir schon so lange gedacht, dass ich euch das Rezept unbedingt Mal geben muss! Darum kriegt ihr jetzt das Rezept für Omas Ribiselkuchen mit Baiserhaube (obwohl das nicht das Original-Rezept von ihr ist, denn das ist natürlich strengstens geheim, versteht sich 😉 Ich habe mich an dieses Rezept gehalten, nur die Zitronenschale und den Vanillezucker weggelassen. ):

Zubereitungsdauer: ca. 1 Stunde

Schwierigkeit: mittel

Zutaten für ein Blech:
Für den Teig:
4 Eigelb
170 g Zucker
170 g weiche Butter
300 g Mehl
½ Päckchen Backpulver
1 guter Schuss Milch
Für die Baiserhaube:
4 Eiklar
250 g Zucker
Eine Schüssel voll roter Ribisel (je mehr desto besser 🙂 )

Zubereitung:
1. Ein Backblech mit Backpapier auslegen und den Ofen auf 190° C Ober- und Unterhitze vorheizen.
2. Eiklar für die Baiserhaube steif schlagen, dabei nach einer Zeit den Zucker einrieseln lassen. Den Schnee nun in den Kühlschrank stellen.
3. Für den Teig Eigelb, Zucker und Butter schaumig rühren. Mehl und Backpulver vermengen und unterrühren. Einen Schuss Milch hinzugeben, sodass der Teig streichfähig wird.
4. Den Teig nun gleichmäßig auf das Backblech streichen und für ca. 20 Minuten goldbraun backen lassen.
5. In der Zwischenzeit die Ribisel waschen und verlesen, dann unter den Eischnee heben.
6. Den Teig aus dem Ofen nehmen, den Ribisel-Eischnee darauf verteilen, glattstreichen und den Kuchen bei 170°C Ober- und Unterhitze für weitere etwa 20 Minuten fertig backen, sodass die Baiserhaube schön gebräunt, aber nicht zu dunkel ist.
7. Den Kuchen vollständig auskühlen lassen vor dem Anschneiden!

Falls ihr euch übrigens fragt, warum die alten Rezepte ab Mai plötzlich alle ein Datum von diesem Monat haben: Der Blog musste kürzlich einen kleinen Serverabsturz mitmachen, bei dem die Beiträge ab Mai verloren gegangen sind. Zum Glück konnte der Rest aber gerettet werden (danke an der Stelle noch Mal, Paps!) und ich habe euch die paar Beiträge einfach noch Mal zusammen gebastelt. 😉 Hat zwar ein bisschen gedauert, aber halb so wild!

Für wichtige Dinge muss man sich eben Zeit nehmen, so wie ich das für meine Bloggerpause getan habe und das hat gut getan! Kann ich euch auch nur empfehlen, falls ihr Mal keine Lust mehr aufs Bloggen habt – es macht jetzt wieder viel mehr Spaß! 😉

Mit meinem Ribiselkuchen nehme ich nun gleich noch an dem Blogevent „1 Motto – 100 Ideen“ bei Habe ich selbstgemacht teil. Das Motto ist im August nämlich „Sommerliebe“ und der Ribiselkuchen gehört für mich absolut zum Sommer dazu. 🙂

So, jetzt freue ich mich auf die nächste Zeit hier und gehe Mal ein kleines Stückchen Ribiselkuchen naschen. 🙂 Habt es fein!

Eure Benni ♥

Teilen: Facebooktwittergoogle_pluspinterestmail

Comments

Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *